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...pimp my Princecraft!

OMC Princecraft Umbaubericht

Tagebuch: Aluboot Umbau, Princecraft 434

 

Mit meinen Quicksilver 420SL war ich eigentlich ganz gut zufrieden, aber dann hatte ich die Möglichkeit wieder mal ein „step-nach-vorne“ zu machen und erstand ein OMC Princecraft 434 Aluboot. So sah es aus als ich es abgeholt habe…

Aber ich wollte schon immer mal ein Boot umbauen und mit Teppich und geraden Boden versehen, demnach endschloss ich das gute Stück umzubauen. Was dazu wichtig ist,…die Planung und genau Vorstellungen vom Umbauresultat im Kopf zu haben. Zu dem Zweck durchforstete ich das Internet das schicken Alubooten um mir Inspirationen zu holen, weiterhin fragte ich hier und da nach und saugte mir ne Menge Infos aus einem amerikanischen Forum ( http://www.tinboats.net/forum/viewforum.php?f=13&st=0&sk=t&sd=d&sid=93c2a569485502f0c9e4dc6d8312bfa2 ). Dann genaues Maß nehmen um einen Überblick an benötigten Materialien zu bekommen und testweise mit Karton die geplanten Ausmaße des noch theoretischen Podestes in real zu sehen…den nur theoretisch Planen ist schwer.

Nachdem ich ca. geplant hatte was wo hinkommt machte ich mir Gedanken wie und wo ich nun günstig an die benötigten Hauptwerkstoffe wie Aluprofile und Siebdruckplatten kommen kann. Die Lösung hierfür hieß für mich, Metallschrottplatz und Holzgroßhandlung. Bei dem gesamten Umbau war es mir wichtig, dass ich sowenig Gewicht wie Möglich verbaue, demnach habe ich mir für Alu als Konstruktionswerkstoff und (nur) 15mm Siebdruckplatten endschlossen. Viele verbauen stärkerer Platten aber wenn man die Unterkonstruktion endsprechend plant stellen die 15mm kein Problem dar. Man muss aber seine Unterkonstruktion dementsprechend „enger“ bauen und besonders in den Bereichen wo man Stuhlbeine anbringen will gesondert verstärken bzw. enger verstreben.

 

 

TIPP: Jeden der einen Umbau plant kann ich nur empfehlen, klappert euren örtlichen Schrottplatz nach brauchbaren Profilen ab und bezieht sowohl Profile und Siebdruckplatten nicht im Baumarkt um die Ecke, das spart euch sehr viel Geld! Rostfreie Nieten (Bechernieten für die Bordwand, normale für Innenarbeiten, genug bestellen, es gehen wirklich viele Nieten bei einem Umbau drauf) und Klavierband für die Staufächer konnte ich bei ebay günstig beziehen.

 

Nachdem ich einen Unterschlupf für meinen Umbau gefunden hatte konnte es dann auch losgehen. Als erstes war das Podest vorne dran. Geplant war die Vorderbank stehen zu lassen und 2 Staufächer zu integrieren, das vordere für Anker, seile Driftsack, das 2. Für Batterie und Fender.

 

 

 

TIPP: Hier habe ich mich dazu entschlossen die Fächer nicht auf voller Breite zu realisieren (auch wenn es schneller und einfacher gegangen wäre) sondern jeweils mittig eine Öffnung zu machen. Dies hat den Vorteil wenn man am fischen ist und an ein Fach muss, können Taschen, Zangen und Gedöns was am Rand steht, stehen bleiben. Hier muss man dann darauf achten, dass die Träger breit genug sind, denn sowohl der „Deckel“ als auch das eigentliche Podest muss dort eine Auflagefläche haben! Ein „wenig“ Zeitaufwendig sind dann die kleinen Anpassarbeiten wie bspw. Der richtige (Biegungs-)Winkel der Trägerprofile im Bereich des Bugs.

TIPP: Kauft euch gleich gute harte Bohrer und nicht die Billigen,…die brechen viel zu leicht ab, Autsch(:

 TIPP: Nachdem das Gerüst fürs vordere Poddi Stand habe ich die Schabloben für die kommende Siebdruckplatte fertig gestellt. Solche Pappschablonen sind mehr als hilfreich zur späteren Übertragung auf die Siebdruckplatte und auch sehr hilfreich zur allg. Planung damit man einen Eindruck davon bekommt, wie die meist noch theoretische Überlegung bzgl. Podeste und Staufächer in Real aussieht.

Dann war das hintere Podest an der Reihe. Erstmal die Riffelblechsitzbank rausgerissen, die Spritzwasserwanne drin gelassen (Bracktisch bei überschwappenden Wellen beim Backtrolling Konstruktion und Verstrebungen gebaut. Hier wieder darauf achten das die Verstrebungen an den Stellen wo man die Klappfächer hinbaut, Ablagefläche für die Podest- als auch für das Klappfachplatte hat. An der Stelle auf dem Podest wo mal der Stuhl hinsoll, habe ich dann extra eine Doppelverstrebung gesetzt, damit ich keine Probleme mit der 15mm Platte bekomme.

So, nun stand die Konstruktion vorne und hinten,...nun hieß es, Mittelbank raus oder doch drin lassen? Kurz überlegt,…“hmmm, so nen Boot mit geradem Boden und ohne Bank wollte ich doch immer schon haben, die Stabilität bekomme ich schon irgendwie wieder hin…“ Demnach hieß es, Stichsäge flott gemacht und Attacke…

Da ich die Mittelbank nicht komplett rausnehmen wollte, nutze ich a) die Randbereiche als Staufachlösung und b) lasse ich unten ein Teil stehen. Diese Überbleibsel habe ich auf Höhe des später ein zuarbeiteten Boden geschnitten und dienen demnach noch zusätzlich als Auflagefläche und Fixierfläche für die Bodenkonstruktion.

Geil,…endlich hab ich nen Boot mit Durchgang und muss nichtmehr über Bänke klettern! Auch die Stabilität hat mit der Vorgehensweise nur minimal gelitten. Nun wollte ich weitermachen und das Boot endlich mit den Platten ausstatten. Vorerst habe ich die Podeste vorne und Hinten fertig geschnitten und angepasst. Dies ist wegen der Biegung im Bug gerade bei dem vorderen Podest ne ganz schöne Frikkelei…

 

TIPP: Nehmt beim Aussägen nicht das gleiche Metall(stich)sägeblatt was ihr für die Aluprofile genommen habt und stellt die Stichsäge so ein, dass das Sägeblatt nur geringfügig nach vorne geht (oder stellt dies ganz aus). Sonst splittert die Platte an den Schnittkanten. Und trotz Siebdruckplatte würde ich alle Schnittkanten die entstehen versiegeln so das an den „offenen Schnittstellen“ Wasser keine Chance hat.

 

ACHTUNG: Wie schon erwähnt, bei diesem Schritt ganz genau darauf achten, dass Klappen und Podest jeweils auf den Trägern aufliegen und darauf achten, das die Fächer noch kleiner geschnitten werden müssen das man sowohl Podest als auch Fächer später mit Teppich umlegt und hier je nach Teppichstärke eine Lücke von ca. 3-5mm mit eingeplant werden muss!!!

Weiter im Takt und die Konstruktion für den Boden fertig gestellt…

…und die Bodenplatten zurechtgeschnitten und reingelegt. Endlich konnte  man sich mal richtig vorstellen, wie es später aussehen wird. Bevor ich die Platten fixiert habe, hab ich noch auf beiden Seiten jeweils 2 Kabelkanäle für die Elektronik unter dem Boden gelegt.


Als dann auch der Teppich kam (habe Kunstrasen für 6Euro/m² genommen) sah man dann wirklich nach dem ersten provisorischen einlegen das man sich wirklich nen kleines aber feines Angelboot gebaut hat.

ACHTUNG: Da der Teppich später umgeschlagen wird, scheiden nicht zu sparsam aus. Ich habe immer ca. 5-10cm mehr stehen lassen, demnach muss auch bei der m²-Zahl des georderten Teppichs Bedacht werden, dass man noch extra Teppich für die Staufächerklappen benötigt.

 

Hier wird das hintere Podest, samt „Kabelauslassdose“ für den Benzinschlauch fertig gestellt…

…hier geht es weiter mit dem vorderen Podest…

…und schließlich mit den seitlichen „Stauhöckern“ die ich vorne geschlossen und oben geöffnet habe;-). Da die Klappfächer nur aufliegen und nicht „im Podest“ sitzen habe ich hier eine Magnetlösung aus dem Möbelbereich genommen, welche die Fächer auch bei Fahrt und Wellengang geschlossen hält und so auch nix klappern kann.

Als Scharniere habe ich rostfreies Klavierband genommen das es von der Optik viel schöner ist als die einfache Scharnierlösung oben auf dem Teppich.

Nun sollte in diesem Boot auch ein wenig Elektronik wie Bilgepumpe, Stromkabel für den E-Motor, Beleuchtung und später mal Kabel für Echolot installiert werden. Um auch auf Nummer sicher zu gehen habe ich beim E-Motor 16mm² Kabel genommen und für jedes Kabel jeweils eine Sicherung eingebaut. Für die Batterie gab es Schnellklemmen, für die Bilgepumpe einen Kippschalter den ich aber evtl. noch nur eine Schalttafel ersetzen werde. Für den E-Motor habe ich mir Buchsen und Stecker aus dem Schweißerbedarf geholt (ACHTUNG: Darauf achten das er für genügend Stomfluß ausgelegt ist!!). Für die Bilgepumpe habe ich mir nachträglich noch einen anderen Schlauch geholt den man gut knicken kann ohne dass er an der Knickstelle enger wird, gibt es als Meterware im Obi in der Garten(teich)abteilung.

Und nach meinem Schwedentrip bin ich erstmal stehen geblieben was das Umbauen angeht. Es folgen noch Stühle und Stuhlaufnahmen, Lackierung und Aufkleber, gewisse Kleinigkeiten.

 

TIPP: Zieht dem Umbau in einem durch,…, wenn erstmal „halbwegs fertig“ ist, is schwer wieder anzufangen (: (:

 

Fortsetzung folgt…

 

minden

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