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Hart aber Heftig

hart aber heftig

Wieder einmal ging es in Richtung Windmühlen um die letzten warmen Spätsommertage am Wasser zu genießen…

Warme Tage? Nunja, nicht ganz, Regen und Sonne im Wechsel wurden angesagt, dazu ein mal gemäßigter, mal starker Wind. 4 Tage hatten wir Zeit und die Hoffnung dass der Wettergott erbarmen mit uns hat…

Und siehe da, er hatte… je näher wir dem Ziel kamen umso schöner wurde das Wetter bis wir schließlich bei komplett blauem Himmel das Boot ins Wasser lassen konnten!

Letztes Jahr haben wir uns um die Jahreszeit an dem See ein paar astreine Schneidertage eingefangen, trotzdem wollte ich es dort erneut versuchen…

Zügig haben wir das Zelt aufgebaut und konnten dann gegen Mittag die ersten Gummis ins glasklare Wasser werfen… Problematisch ist es dort zu dieser Jahreszeit da das Wasser mit nahendem Herbst immer klarer wird und die Hechte immer schwieriger zu fangen waren.

Und so war es diesmal auch wieder. Eine Drift nach der anderen brachte weder Fisch noch Biss. Gegen Abend erbarmte sich ein ca. 70er Hechtlein und ballerte sich nen silber-glitter Renoski rein. In Gedanken überlegte ich schon ob sich ein Gewässerwechsel lohnen würde, doch die Faulheit siegte (-; 

Nachdem wir am nächsten Morgen erstmal schön bis halb zehn gepennt haben gings dann wieder recht gemütlich aufs Wasser. Es ist schon erstaunlich wie Angler ticken…miese Voraussetzungen, miserable Fänge am Vortag, doch am nächsten Morgen sieht alles wieder ganz anders aus.. zumindest mit der Motivation, Fische blieben nämlich weiterhin aus…

Damit es meiner Freundin nicht ganz so langweilig wurde sind wir kurzerhand auf Barsch umgestiegen und ich muss gestehen, es war eine witzige und kurzweilige Angelei! Doch nach einiger Zeit fragt man sich dann, ob man dafür den ganzen Weg gefahren ist…- Nein, natürlich nicht, also wieder an altbekannte Ecken und wieder Männerfische suchen…

Mittlerweile war es später Nachmittag und Steffi nahm sich nen braunen Renoski aus der Box… tja, was soll ich sagen, keine 3 Würfe später zerrte Sie etwas ungläubig an der Rute und sagte leise: „ich glaub ich hab da was“ ein kurzer blick auf die UBS und ich wurde ziemlich nervös. Schnell war der Kescher bereit doch der Fisch zeigte sich noch immer nicht an der Oberfläche sondern ging erstmal gemütlich über die Bremse wieder in Richtung Gewässergrund…krass dachte ich, das kann nur nen guter sein! Als er dann an der Oberfläche auftauchte dachte ich nur: „kacke der ist über nem Meter10“ dummerweise hab ich das laut ausgesprochen und somit übertrug sich meine Nervosität auf meine Freundin die auch plötzlich ganz hektisch wurde… Dann ging die Post erstmal richtig ab…er setze zum Spurt an und zog die Kurze mal ganz easy vom Bug ins Heck…ich hab mich totgelacht! Ein Bild für die Götter… Dann ging alles recht schnell und der Hecht war im Kescher… (Soviel zum Thema Männerfische J )

Heraus kam eine wohlgenährter Meter16 den die Dame nicht alleine aus dem Kescher bekam.. von ordentlichen Posen beim Fotografieren mal ganz abgesehen…

Hier issa, ihr neuer PB und zugleich Jahresbootsrekord!

Danach war die Motivation wieder voll da, und siehe da, wieder nen ca. 70er Hecht der sich dann meinen Silbernen Renoski weggeballert hat…

Ok, Beißphase dachte ich,. Also schnell zur nächsten Kante.
Wo wir vor wenigen Wochen die meisten Fische in 3 – 5 Metern fangen konnten sind sie bereits ne Etage tiefer gerutscht und standen nun  in den 5 – 10m Bereichen an den Kanten.

Ganz falsch haben wir damit wohl nicht gelegen, denn keine 5 Würfe am nächsten Spot wurde ich mit nem schlanken Meter 3 belohnt (-;

Da es bereits zu dämmern begann sind wir in Richtung Grill aufgebrochen! Ein geiler Tag! Der 10. Hecht von Steffi gleich nen Meter 16 und kurz darauf noch ein toller Fisch, da schmeckt das Pils doch doppelt gut (-:

Am nächsten Tag war es stark nebelig und die Sicht betrug zeitweise weniger als 20m…in solchen Momenten find ich den Plotter immer voll geil (-: 

Doch es ging leider nicht so weiter wie der Vortag aufhörte… Es war wieder sehr schwer und die Farben der Vortage brachten bis auf nen Schniepel keine Bisse…

Dann fielen mir wieder die Rosaschlüpfergummis, die ein Bekannter für mich gegossen hat ein,.. Da der Minden ja so geizig mit seinen alten drecks Moritzgummis ist musste ich mir ne andere Bezugsquelle überlegen. Er war so nett und hat sich meiner angenommen und 15er Shads, angelehnt an die Form der Boddensau mit leicht verändertem Schwanz, mit der Gummimischung der alten Moritzgummis und der rosa Farbe zu gießen.

Also son Teil mal eingehängt und wenige Würfe später durfte dieser schöne 93er kurz Luft schnuppern.

Hoch motiviert dass die neue Farbe einen Wechsel bringen könnte fuhren wir zu nächsten Kante und warfen erneut was das Zeug hält, und siehe da, ein feiner 91er schnappte sich das hässliche rosa Teil (-:

Den Tag über konnten wir dann noch zwei weitere kleine Hechte fangen und sind dann doch nen Tag früher wegen des schlechten Wetters bzw. Nachttemperaturen von 7 – 8 Grad abgehauen…

Zusammengefasst war es eine sehr schwere Angelei die sich aber doch ausgezahlt hat…Im Schnitt kamen 3 – 4 Fische pro Tag, die Hälfte war allerdings 90+ und somit entschädigte das doch sehr für die langen Beisspausen…

Falls jemand Interesse an den rosa Teilen hat, kann er sich gerne bei gummi-giesser@gmx.de melden(:
Tolle Gummis die aufgrund der schlankeren Form auch im Fluss super zu fischen sein werden…

Gruß

Jigga

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