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Frozen Nippelz on ice...

Frozen Nippelz on ice…!

So nen Winter wie diesen hatten wir schon lange nicht mehr und wir wünschen und langsam aber sicher alle die Zeit der Miniröcke zurück. Doch was willste tun sprach das Huhn, „kannste machen nix“. „Kannste machen nix“ fanden wir aber echt unschön und demnach wollten wir es wissen und testeten an, ob die Eisdecke auf dem See schon reif war für das Kommando „Schwing dein Ding“ und „fang den Barsch“. Und siehe da….die Decke war soweit.

 

Um an den Barsch zu kommen brauchten wir erstmal Spezialtackle vom Feinsten. Dennis schusterte sich ne Eisrute aus nem Spitzenteil einer alten Spinne zusammen und ich schnappte mir die Jenzi Eisrute von Renos kleiner Tochter samt Daiwa „Mini-Mite“ oldschoolrolle mit immerhin 2 Kugellagern,…ja,…damaaaaaals war datt viel (: Dazu noch ne Axt, ein paar Zocker, Mini-Kopytos und ne Tüte „haariger Maries“ und die Köder waren beisammen. Sprich, man kann mit wenig Aufwand ans Wasser ziehen um Spaß zu haben.

 Da es draußen teils wirklich frisch umme Ohren is lohnt es sich vernünftig warm einzupacken (auch an den Füßen!) und bestenfalls ne Kanne voll heißen Kakao oder n Rum dabei zu habe(:

Soviel zu dem Drumherum.

 Am See angekommen sah das Eis für mich, der zum allerersten mal zum Eisfischen aufbrach, nicht wirklich vertrauenswürdig aus. Aber ok, hatte  ja  nen Floater an, wir waren zu dritt, und das „knallrote Gummiboot“ war ebenfalls (m)ein treuer Begleiter an dem Tag, sicher is sicher wenn man aufs Eis gehen will, hier sollte man def. keine unüberlegten Harakiri-Aktionen machen und nur bei dickem Eis drauf gehen.

Aber es schien zu halten und außerdem hatten die 2 anderen Schwergewichte die Woche schon einige male das Eis betreten und wenn Dennis nicht einbricht,…na dann sollte ich mir auch keine Sorgen machen müssen (:

Dann heißt es erstmal (hmm, ne eigentlich die ganze Zeit) „Schwing das Ding“…… das Ding war übrigens die Axt und das wichtigste „Ding“ um überhaupt erstmal in die Nähe der  Fische zu kommen, demnach der wichtigste Schlüssel zu Erfolg überhaupt beim Projekt Eisbarsch.

Danach konnte es dann auch losgehen…und es gab nach der ganzen „Schwingerrei“ auch endlich die ersehnten Fische. Wenn man seinen „Kanten“ und Spots kennt die auch ohne Eis Fisch bringen is das nat. ne schöne Sache und diese werden auch anfangs gezielt angesteuert. Da aber die Fische scheinbar im kompletten See verteilt standen und das auch noch in allen Tiefen, blieb die Axt weiterhin unsere Heizung und most important „Ding“ bei der ganzen Angelei.

Ich bin ja allg. der Meinung, das Fische sich nicht von Booten, Stahlvorfächern, oder Geräuschen abschrecken lassen, demnach fand ich es interessant, dass scheinbar auch eine Axt direkt über den Köpfen der Fische scheinbar keinerlei Scheuchwirkung auf die Barsche hatte…die meisten Fische fingen wir sogar kurz nachdem wir das Loch freigeschlagen hatten.

Gefangen haben wir zu einem beim passiven slow-mo „Gummihalten“, die Burschen bissen  aber auch ganz im Gegenteil auf die Zocker geführt im agro style,…eigentlich so ganz Winteruntypisch, aber das sind ja auch Fangtiefen von 1-2m. Da sieht man mal wieder, Regeln sind nur „Empfehlungen“ und da empfehle ich oft, auch mal komplett gegen diese „Regeln“ zu fischen und viel zu testen. Wenn nach ein paar Minuten keine Bisse oder Fische kamen ging es einfach 5-10m weiter und das Hackebeil kam wieder zum Einsatz, also beim Eisangeln ist Monogamie nicht wirklich trendy, hier sollte man öfters mal das Eisloch wechseln (:

Naja, wie dem auch sei sah der See nach unserem Eisangeltag auch aus wie n Schweizer Käse …so an die 40-50 Löcher sollte es bestimmt gewesen sein in denen wir nach Barschen gesucht hatten. Gefangen haben wir zwischen 2-4m „Tiefe“, sodass wir keine Probleme mit Trommelsuchtfischen hatten. Sofern man seine Fische zurücksetzen will, sollte man darauf achten, dass man nicht tiefer als 12m fischt (besser flacher, denn je Tiefer man fischt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das Trommelsuchtsymptome auftreten). Da die Fische im Winter gerne mal ins Tiefere Wasser ziehen, haben wir uns einfach einen See ausgesucht, welcher eine max. Tiefe von etwa 5m aufweist,…so können wir bedenkenlos überall unsere Löcher schlagen und Fische fangen.

In dem Sinne hoffe ich zwar dennoch auf wärmere Tage, aber freue mich darüber auch mal in dem  coolen Bereich Angelei Einblick bekommen zu haben und freue mich auf den nächsten Winter nach nem schönem heißen Sommer…

Minden

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