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Die "4-S" in geheimer Mission!

Die „4 - S“ auf Enddeckungsreise…

...und ich strahlte über beide Ohren,…einfach zu geil!

Aber fangen wir von vorne an(:

 

Nach jahrelanger Planung und guter Vorbereitung hatten wir nun endlich alles beisammen. Unsere Köder waren auf Hochglanz poliert, die Haken geschärft, das Bier war kalt gestellt, die Krieger auserwählt, nur das Wetter und das bevorstehende Beissverhalten standen unter einen nicht so guten Stern für die Exkursion in ein neues Tierreich. Leider verließ einen der auserwählten Ritter der Mut und er sprang ab. Aber Krieger „Froggy“ hatte noch jemanden in der Hinterhand sodass doch noch alles wie geplant durchgezogen werden konnte. Die 4 „S“ waren bereit,…Sven, Sebastian, Sebastian und ich (Sebastian) waren heiß wie Frittenfett,…demnach also beste Vorraussetzungen für zahlreiche und große Fische.

 

Es wurden die passenden Gummis montiert…

 …doch leider merkten wir schnell…das wird nicht leicht werden. Scheinbar hatten einige Indianer nen guten Regentanz abgeliefert, sodass wir am ersten Tag die eine oder andere Klatsche vom Wettergott zu spüren kriegten. Auch die Fische wollten nicht wirklich mitspielen. Es gab den einen oder anderen Zander, aber weder Stückzahlen noch Größe verhalfen uns zu einem grinsen…aber wir bleiben am Ball und fischten was das Zeug hielt. Dann endlich rumste es mir mal gut in der Rute, der Biss schien einen besseren anzukündigen, während des Drills dachte ich dann aber zeitweise wieder an einen kleineren Hecht. Kurz vorm Boot gab er dann aber noch mal Gas und ich konnte nach ein paar Fluchten den ersten vorzeigbaren Fisch präsentieren. Kein Meter aber wirklich schick.

Puh, geschafft, das Boot hat den ersten schönen Fisch erarbeitet. Demnach ging es nun entspannter zur Sache. Ein paar Regenschauer und Buhnen weiter tockte es dann ordentlich bei Sven an der Rute. Wir dachten eigentlich an einen hecht den die 270er XH Antares war doch merklich geneigt. An der Wasseroberfläche zeigte sich dann aber was ganz feines was selbst dem alten Hechtangler Sven blinkende Augen beschwerte und nach dem Kescher gefragt wurde (:

Ein strammer 83er Zander kam zum Vorschein, was ein Prachtbursche und fett wie Sau und scheinbar schon einige wilde Jahre auf dem Buckel (:

Danach stellte sich aber wirklich Flaute ein und es ging nichts mehr. Wir konnten da Gummis werfen und jerken was das Zeug hielt,…nix mehr zu machen. Aber immerhin hatte sich das Wetter zwischenzeitlich mal beruhigt.

 Demnach hieß es dann auch gegen 21 Uhr, Buhne suchen, Lager aufbauen und den Abend aufklingen lassen und selbst das Wetter hatte am Abend Einsicht.

Also erstmal Nachtquartier aufgebaut, Grill startklar gemacht und Sven und Sebi gingen ihrer eigentlichen Bestimmung nach,…sie holten die Brassen/Aalruten raus und versuchten mit hochspezialisierten und sehr komplizierten Grundmontagen ihre heimlichen Lieblinge zu fangen. Jigga und ich zog es aber quer durch ein endlos erscheinendes Gebüsch Richtung Buhnenspitze um vielleicht noch einmal Meister Glasauge zu ärgern. Und siehe da, es rappelte ordentlich im Karton. Wir hatten viele Fehlbisse und Aussteiger, ein einige Zander blieben auch hängen, das war dann gegen Ende des Tages noch mal richtig geil und wir konnten selbst die Aalangelfraktion davon überzeugen, noch mal die Ruten zu schwingen. Als ich dann irgendwann feststellte…

 

“Hmmm…wieso kommen hier irgendwie alle immer näher und wieso steh ich hier plötzlich mitm Fuß im Wasser?“  brachen wir ab. Denn scheinbar stieg der Wasserpegel doch stetig an und auch das Wetter zog sich schnell zu. Erst waren es schicke Wetterleuchten, dann kams noch mal richtig Dicke mit starkem Wind, Schauern, Blitz und Donner…also ab in die Zelte und auf bessere Zeiten hoffen.

 

Der zweite Tag begann wie der letzte Abend endete,…leider nur aufs Wetter bezogen und nicht auf die Beisserei. Als um 6 Uhr irgendwas an meinem Zelt klopfte dachte ich auch nur…“Hoffentlich sind das nicht die Jungs die raus wollen, in den Regen und Sturm…hier is doch grad so gemütlich…“ Aber es war nur einer des „S-Clubs“ der hoch motiviert und nass geregnet durch meine Zeltluke guckte,…Jigga war „on fire“ und wollte raus, die 2 anderen „S“ lagen aber genau wie ich noch in den Kojen und zogen diese den Fischen vor. Aber Jigga wollte Fisch, sattelte alleine sein Boot und ich sah in draussen mit Wind und Wellen kämpfen,…dann hatte mich mein Traumland wieder und um 8:30 Uhr rüttelte es wieder am Zelt. Jigga nass, ohne Fisch aber immer noch motiviert. Jetzt hieß es aber auch für uns…raus aus den Federn, die Fische warten (:

 

Lager abgebrochen, Dedöns verstaut und wieder Richtung Fisch,…doch irgendwie lief einfach nüscht…nix zu machen. Auch die zahlreichen Handytelefonate „Und, wie läufts bei euch“ konnten nicht motivieren. Doch dann die erste positive Nachricht,…der Jigga hatte zugelangt…

Bei uns war weiterhin…Flaute total. Gegen Mittag dann endlich der erste ersehnte Biss, Anschlag, „Ui, das fühlt sich gut an……och neeeee, weg issa“ ): Das war nen besserer war ich mir fast sicher - oder war es einfach nur Eigenmotivation…egal, das war nat. nen Guter den ich hätte fangen können…ganz sicher (: Beim 3. Wurf wieder Biss, Widerstand, „Ui der geht“….doch ups….da war er schon an der Oberfläche, der vermeidliche Gut-Fisch. Als Zanderangler bin ich wohl anderes gewöhnt und ich wunderte mich doch sehr als mich ein kleiner 60er Hecht anzwinkerte…schon schick wie man sich in der Strömung täuschen kann…naja egal, Boot entschneidert und jut is. „Jetzt geht’s los,…jetzt geht’s los“,….aber von wegen. Der Wind und die Fische waren an diesem Tag einfach gegen uns, sodass wir beschlossen erstmal anzuhalten, uns den Fisch in frittierter Form holten und uns somit an der gesamten „Fischheit“ rächten.

Gut gestärkt ging es nach der kurzen Mittagspause auch gleich weiter…

 

Der Tag wurde zunehmend härter, windiger und welliger, sodass wir den Lenzpropfen einige male ziehen mussten. Fast vom Glauben abgekommen arbeiteten wir uns aber Spot für Spot weiter,…bis es ich plötzlich ein rel. leichten Ruck beim anjiggen bekam. Die Rute bog sich und ich dachte an einen gehakten Brassen,…die Rute bog sich weiter und ich dachte an einen gehakten Karpfen…dann merkte ich stetige Schläge eines Fischschwanzes in der Rute und ich sah einen blass-grün erscheinenden Fischkörper. „Ne,..das is n Wels, ich hab nen kleinen Wels dran, cool“,...ganz klare Sache dachte ich,…ich drillte recht zügig und der Fisch kam erneut hoch,…diesmal bis an die Wasseroberfläche und mir fiel die Kinnlade runter…Ich sah meinen rosa Gummi im Maulwinkel des „Fisches“,…recht knapp gehakt,…und zwar in meinem ersten Meterfisch. „Meter, das iss n Meter,….mein erster Meter,…..und zwar nicht Waller sondern HECHT!!“ Mir ging die Pumpe und ich gab bereits siegessicher Sven die „Five“. „Wie geil dachte ich mir,…das heimliche -und sogar schriftlich angekündigte- Ziel der Reise hing am anderen Ende der Schnur. Zu geil. Dann kam der Fisch erneut hoch und ich sah meinen Gummi plötzlich nicht mehr im Maulwinkel sitzen sondern unter dem Maul, sahs aber noch irgendwie…ich dachte nur „Ach du Scheisse,…datt darf doch nicht war sein, nicht DER Fisch, nicht DER!“. Sven hatte bereits den Kescher in der Hand und ich konnte es mir nicht ansehen,…dachte einfach nur „los,…rein mit dir, rein mit dir“. Und dann guckte ich wieder hin…und da war es passiert…die Schnur war schlapp und ich konnte es nicht glauben,…aber thats´s life…

 

 

 

 

 

 

…er lag er im Kescher!!!!! (: (: 

Mir vielen 2000KG Steine vom Herzen. Der Hecht war drin, mein Gummi schon los und nach 2 Minuten „Drill“ konnte ich meinen ersten Meterhecht in den Händen halten….boah was war das ein genialer Moment. Innerlich war ich völlig „daneben“ und es gab nen lauten Urschrei!!! Ich war heilfroh das ich a) DEN Fisch im Kescher hatte, b) das der Köder ohne Blut oder Verletzungen schon ab war, c) das Sven nen Lindy-Handschuh mit hatte -so nen Schädel is schon Respekteinflößend für Zanderangler- und d) das ich so geile Fotos bekommen habe!! An dieser Stelle nochmals besten Dank an den Kapitän der „Froggy“ fürs „happy end“!! Das war wohl eines der besten vorgezogenen Geburtstagsgeschenke ich die je bekommen habe. Das vermessen bestätigte meine „Vermutung“. Die Dame brachte 1.12m auf die Messlatte….zu geil, mein erster Meter war nen dickschädlicher und gut genährter 112er…!!





Und wer war Schuld an der ganzen Nummer? Na mein Momentaner Liegblingswegbegleiter,…“Rosa-Schlüpfer“ (:



Naja und ab jetzt war mir dann alles egal…Sturm, Wellen, Wasser im Gesicht, harte Sprünge mit dem Boot,..keinerlei Fischkontakt bis zum Ende des Trips…ich habe heute noch nen innerliches Dauergrinsen im Gesicht!!!

Auch vom anderen Boot gab es zwischenzeitlich wieder was zu berichten, allesamt wunderschöne Tiere:



Aber der Wind wurde immer heftiger und die eine oder andere Dusche mussten wir uns alle abholen (:





Demnach mussten wir uns in geschütztere Bereiche verziehen. Hier blies zwar kein Wind mehr, bis auf ein paar Bisse konnten wir aber keinen Fisch mehr überreden und traten dann gegen 20 Uhr die Heimreise an.

 

Aber….was nen feiner Trip. Vielen Dank an die anderen 3 „S“ und auf baldige Wiederholung.

 

Fazit,…wir konnten keine Masse aber dafür doch wirklich sehr schöne Fische fangen. Einige „normale Zander“ 3 um die 90er Hechte, nen 83er Zander und nen fetten ungemessenen Barsch! Was sind dann schon Stückzahlen wenn man an einem Trip so schöne Fische zum Landgang überreden kann. Einfach ein wirklich lustiger, wenn auch rel. harter Trip. Sehr sehr geil,…und,…vielleicht sollte ich doch ab und an auf Hecht fischen (:

 

Minden

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