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In Hollands Poldern

In Hollands Poldern

Gibt man dies in der Suchmaske einer bekannten Online Suchmaschine ein, so fällt auf, dass die ersten 10 Ergebnisse eins gemeinsam haben:

Holland – das Land mit unzählig großen Fischen, von denen es auch noch Unmengen geben soll.

 

Keine Frage, es wurde wieder mal Zeit ins Land der nicht „WM Teilnehmer“ zu fahren um unseren 2. Lieblingsfisch nachzustellen. Unsere letzte gemeinsame Hechtsession lag schließlich schon zu lange zurück. Ein passender Tag wurde schnell gefunden, der Wetterbericht verhieß gutes, auch die letzten Fangerfolge von 2 der 3 Teilnehmer dieser Tour verhieß nur gutes.

 

Das Zielland: Holland

Die Stadt/Städte: Nenennene, soviel Informationen gibt es dann doch nicht

Gewässer: div. Polder


Nach einer schier unendlich langen Anreise, kamen wir am frühen Morgen endlich in Holland an.  Wir parkten nicht weit vom Spot entfernt und die Ruten wurden sofort  „scharf gemacht“.

Noch bevor die Köder im Wasser waren, machte sich Ernüchterung breit, es fehlten gut 20-30cm Wasser.

Das ohnehin nicht tiefe Wasser, war somit noch niedriger. Aber wenn man schon einmal da ist ... und so wurde innerhalb von 10 Minuten jeder Winkel an diesem Spot beackert.


Leider erfolglos. Erste Zweifel wollten aufkommen, sollte diese Stelle doch super sein und gab es hier laut der anderen nicht immer mindestens einen Fisch. Doch bevor sich die ersten Zweifel breit machen durften, erinnerte man sich an die Ergebnisse der Suchmaschine.

 

Hechte en Masse, große Hechte, 94er, 98er, sogar von Meterhechten war zu lesen.

 

Es half alles nichts, dass Tackle wurde verladen und es wurde ein neuer Polder angesteuert. Dort angekommen konnte man den schier endlosen Polder sehen.

Was ein Anblick. Ein Spot nach dem anderen, man hätte alle 50m zig Fotos machen können und einen extra Bericht über Hot Spot´s in Holländischen Poldern schreiben können.

 

Aber da wir in 1. Linie zum Hechtfischen mit Jerkbaits unterwegs waren, taten wir das und wie.  Unzählige Würfe, unzählige Köderwechsel, unzählige Meter später gab es dann endlich den ersehnten 1. Fisch. Ein Hecht von guten 45cm, kein Riese, aber immerhin der erste Fisch des Tages. Die Fische waren da ohne Frage, aber sie wollten nicht wirklich beißen. Nachdem dieser Polder mehrere Stunden befischt worden ist, entschlossen wir uns einen anderen der vielen Polder anzufahren.

 

Das Zwischenfazit fiel nach 4 Stunden fischen recht mager aus: 1 Hecht


Wie kann so was sein?

Sind wir überhaupt in Holland? Sind das überhaupt Polder? Fragen über Fragen, musste der „Guide“ sich gefallen lassen.

 

Aber man ist ja ins Land der 1001 Polder gefahren und so wurde es wieder an der Zeit den Polder zu wechseln. Es ging in ein kleines, unscheinbares Dörfchen, so wie sie irgendwie alle aussehen. Überall diese kleinen Gräben und dazu voll mit Fisch.

Dieser Polder war nicht allzu groß und konnte recht zügig abgefischt werden, aber auch hier wollte sich partout kein Hecht zum Fotoshooting überreden lassen.

Leider wiederholte sich dieses Spiel an dem nächsten Polder ebenfalls.




Wir beschlossen auf dem Weg zum letzten Polder noch einen Zwischenstopp zu machen. Ein Spot der im Sommer kaum befischbar ist dank der Unmengen an Seerosen.  Und so sollte es heute auch sein. Seerosen soweit das Auge reicht. Ein jiggen oder gar ein jerken schien fast aussichtslos. Doch hier und da hatte man ein paar Meter Platz um einigermaßen vernünftig zu angeln.  Wir haben scheinbar genau zur richtigen Zeit den Polder gewechselt. Innerhalb der ersten 10 Minuten gab es die ersten Attacken auf unsere Köder.

 

Und so ließ der erste Hecht an diesem Spot nicht lange auf sich warten. Nach einer guten halben Stunde war der Spuk vorbei und wir hatten 3 Hechte landen können.

Einer dieser Hechte hatte frische Wunden auf seinem Rücken, die eindeutig auf eine Schiffschraube zurückzuführen waren.


Der Tag neigte sich allmählich dem Ende zu und so steuerten wir den letzten Polder für den heutigen Tag an. Es war wieder einer dieser Kilometerlangen Graben neben der Straße.  Auf der linken, wie auf der rechten Seite. Was ein Bild. Hier musste es einfach klappen mit einem guten Fisch. Leider hat es zu dem Zeitpunkt bereits den ersten Ausfall unter uns Angler gegeben so dass wir diesen Polder zu 2 befischten. Einer ging links, der andere rechts, alle paar Meter kreuzten wir und befischten dann jeweils die andere Seite. Da die großen Fische bisher auf sich warten ließen, rechnete keiner von uns mehr mit einem guten Fisch.

Und so sollte es auch kommen. Wir fingen noch den ein oder anderen Hecht, aber eine Poldersau war nicht mehr dabei.






Nach gut 11 Stunden angeln brachen wir das angeln dann ab. Völlig verausgabt vom entlang gehen der endlos wirkenden Polder, machten wir uns auf den Heimweg.

 

(Dennis)

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