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Winterzeit2014

Winterzeit2014

Winterzeit

Einige lieben sie, einige nicht wirklich – ich gehöre eher zu der Sorte, die gerne in Sandalen und kurzer Buchse auf dem Wasser unterwegs ist als eingezwengt im Floater. So fällt es doch recht schwer sich im Winter zu motivieren und an den freien Tagen die Fahrt ins Nachbarländle anzutreten.

Zusätzlich stand die Anschaffung eines neuen Bootes an. Das alte war verkauft und doch juckte es irgendwie in den Fingern mal wieder ans Wasser zu kommen.

Es war mittlerweile Dezember und dank der angekündigten Stürme mit Böen von bis zu 9 BFT waren unsere Erwartungen eher gering – wobei uns immer wieder ein paar tolle Fangergebnisse aus den letzten Jahren bei extremen Wetterbedingungen doch noch etwas Hoffnung verliehen.

Ufern Stand also auf dem Programm. Angepeilt wurden ein paar Schleusen und Hafenbereiche die den Fischen Schutz und uns vor allem etwas klareres Wasser bereitstellen sollten. Als Alternative wurden noch ein paar Polder in diesem Gebiet ausgesucht um dem Wind, falls es zu extrem sein sollte, ausweichen zu können.

Am Abend sind wir kurz vor Sonnenuntergang am Wasser angekommen. Für die Jahreszeit war es erschreckend warm – etwas um die 6 Grad und mäßig starker Wind. In der Dämmerungsphase konnten wir zumindest einen kleinen Motivationshecht fangen und freuten uns schon auf den nächsten Tag.

Der Plan war einfach: Da die Sonne die flacheren Bereiche etwas erwärmte, sollten langsam gejiggte Gummis mit hellen Dekors die trägen Fische in Bereichen um die 2m aus der Reserve locken.

Die größte Herausforderung bestand darin Bereiche zu finden, wo der Wind im Rücken stand und alles etwas geschützter ist. Bei 7-8 BFT sind die Schnurbögen einfach ätzend und an kontrolliertes Fischen ist nicht zu denken.

Nachdem wir einen solchen Bereich gefunden haben flogen die Gummis die ersten Stunden erfolglos ins Wasser bis sich der erste Fisch erbarmt hat. Kurz vor der Steinpackung hat Meter Nr. 1 zugeschlagen und ließ den Knoten platzen.

Mittlerweile war es Mittag und jetzt ging es schlaf auf Schlag.

Fabio legte mit zwei schönen 90+ Fischen nach – alle geleiert …

So schlecht konnte das nicht sein, und so habe ich auch einen etwas schwereren Kopf montiert und ebenfalls geleiert – kurz darauf war ich mit dem nächsten 90+an der Reihe.

Seit ca. 13:00 Uhr kamen regelmäßig schöne Fische, und an Tagen wo einfach alles verrückt ist – Wetter, Wind und vor allem die Fische – durfte ein sauberer Abschluss natürlich nicht fehlen.

Auch wieder direkt vor der Steinpackung hat sich ein schöner 110+ Hecht Fabios geleierten Gummifisch schmecken lassen.

Was eine geile Tour! Trotz Ufern und absolut beschissenen Bedingungen haben wir einen absoluten Traumtag erlebt!

Gute drei Monate später waren wir Bootstechnisch wieder versorgt und konnten endlich wieder vom Boot aus fischen.

Fabio war so nett mir sein Boot zu leihen und ich bin bereits 2 Tage vorher hochgefahren. Das Wetter war unbeständig aber recht warm und ich wusste auch nicht so recht wo ich die Fische suchen sollte. Mal gab es ein zwei Fische beim Schleppen im Tiefen, mal ein paar geleiert im Flachen – durchweg aber sehr bescheidene Tagesergebnisse mit Fischen bis max. 80cm.

Sonntag kam Fabio samt Freundin dazu und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, absoluter Ententeich und Sonne Pur – die Hoffnung bestand nun darin, die Hechte im flachen und warmen Wasser zu finden – und mit etwas Glück gibt’s vielleicht noch ne Mutti die sich aufs Laichgeschäft vorbereitet…

Ködertechnisch waren wir recht stark auf Jerks und Fliege eingeschossen.

Ich mach es kurz… Ja, die Hechte standen an diesem Tag extrem flach. Die Kanten von 70/80cm auf 1,30 – 1,70 brachten die meisten Fische. Größentechnisch war alles dabei, 50er Schniepel, mittlere um die 80 sowie zwei richtig fette Hechte, die ich bis dato live noch nie mit einer solchen Kirsche gesehen habe!!

Einer der Hechte kratze zudem an der magischen 1,20er Latte… da sie allerdings so fett waren und wir die Hechte nicht verletzten wollten gab es nur ein waagerechtes Messen mit durchhängendem Bauch und Schwanz! Unfassbar was die für Schädel und Bäuche hatten…



Jetzt ist aber erstmal Schonzeit und dann Schweden angesagt, Hoffen wir mal, dass die nächste Saison uns wieder ein paar tolle Erlebnisse am und auf dem Wasser bescheren wird.

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