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Lebenszeichen

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Nur weil es in letzter Zeit hier recht ruhig war, bedeutet das nicht, dass wir nicht hier und da doch nochmal aufs Wasser gekommen sind. Hier mal ein kleiner Rückblick mit der ein oder anderen Anekdote…


Zu Saisonbeginn war die Ausbeute mehr als ernüchternd. Eher schwelgten wir in Erinnerung an die Ausnahmetage der letzten Jahre – vor allem zum Saisonstart.


Die Schuldigen waren schnell gefunden: Zu starke Wassertrübung, noch recht niedrige Temperaturen, inaktive Fische, der Fischer!?... oder doch der enorme Angeldruck?


Nun gut, es war eine Frage der Zeit, wann nach dem langen harten Winter die Beisserei beginnen sollte – doch weit gefehlt!

Die Standards der letzten Jahre funktionierten einfach nicht mehr. Für diese Erkenntnis haben wir rückblickend definitiv zu lange gebraucht und dadurch viele tolle Möglichkeiten ausgelassen.


Die Fänge nach der Schonzeit bestanden größtenteils aus Zanderfängen und vereinzelt auch aus Fängen halbstarker Hechte. Ungewöhnlicher Weise kamen dabei vermehrt mehrere Zander, teils bis zu 10 Fischen in kurzer Zeit, bis 86cm zum Vorschein.

Die Fische kamen mal geleiert im Mittelwasser und mal gejiggt über Grund. Zu Beginn fingen die Giga Ukkis in 17cm, die wir zum Testen bekommen haben (www.wirhabenbilliger.de) die meißten Fische und zwischendurch hieß es auch immer mal wieder „Froschn!!“

Doch die Meterechte blieben vorerst aus.


Man besinnt sich zu solchen Zeiten gerne der Köder, die einem mit guten Fängen der Vergangenheit in Erinnerung blieben ? für mich bedeutete dies: „zurück zum blau-weißen Kopyto. In einem relativ flachen Bereich sollte schnelle Köderführung – eher schon hektisches rupfen- die Hechte aus der Reserve locken.

Das Ergebnis war erstaunlich…In dem eigentlich recht Barscharmen Gewässer fingen wir Großbarsch auf Großbarsch. Kein Fisch war unter 40cm und die obere Grenze zog ein fetter 49er.

In den folgenden Ausfahrten konnten wir dort immer wieder gezielt die dicken Moppel fangen. Zwar brauchten die Barsche meist mehrere Anläufe bis sie den 16er Shad inhaliert bekamen, aber die Motivation war scheinbar groß genug. Es ist auch immer wieder geil anzusehen wenn im Drill 2-3 weitere Barsche dieser Größenordnung dem gehakten Barsch bis zum Boot folgen.


Der Versuch, mit kleineren Ködern mehr dicker Barsche zu fangen, ging nach hinten los – die Barsche waren wie verschwunden, und erst nach Wechsel auf den blau-weißen Verführer stellten sich die Bisse und Fänge wieder ein.


Zwischendurch, vor allem an den extrem heißen Tagen darf natürlich das ein oder andere Bad nicht fehlen (-;

Langsam kamen auch die ersten besseren Hechte zum Vorschein, mal auf die Giga Ukkis, mal auf USA-Shads, mal auf Kopyto.


Dennis konnte endlich seine ersten mittleren Hechte auf Spinnerbait fangen, nachdem er damit bei seinen ersten Versuchen in den Bodden erfolglos blieb.

Und da er scheinbar grad nen Lauf hatte was neue Köder anging, wechselte er kurz entschlossen auf seine bis dato jungfräuliche Fiegenrute.

Das folgende passt ganz gut in die Rubrik „Situationskomik“


Dennis: „So, ich versuch´s jetzt mal mit Fliege“….“wie geht das?“, „So wedeln und so und dann reinstrippen?“


(Sein Wurf war fantastisch – er ist bestimmt 6 Meter weit gekommen (-;)


Ich: „Jau, nur reinstrippen“


Dennis: „ich hab einen“ – „UNGLAUBLICH“


Das Gelächter war groß, da hat sich doch tatsächlich nen Hecht nach dem ersten (grottigen)Wurf und dem zweiten Strippen die Fliege weggehauen! Astreiner Einstand, und Spaß gemacht hat´s auch…


Der Tag hatte es sowieso in sich… Dennis hat bereits 2 Meterfische vor´m Fotoshooting wieder am Boot released, und ein halbstarker Hecht beim Hakenlösen seinen Zeigefinger bis auf den Knochen gecuttet.


So nah liegen Leid und Freud beieinander (-;


Zum Glück gab es mit der Zeit auch dem einen oder anderen Meter, der sich nicht vor der Kamera drücken konnte.


Minden ist derweil eher in heimischen Gefilden unterwegs gewesen und hat auch da den ein oder anderen Fisch kurz an die Luft gebracht.


Und wo wir vorhin noch bei „Leid und Freud“ waren…

Ich wollte mir „mal eben“ nen Köder basteln der eine Wendung bringen sollte, doch zur Fertigstellung kam es nicht. Beim Bohren eines Loches in einen Köder brach der Bohrer ab und der Rest suchte sich seinen Weg durch den Daumennagel bis hin zum Knochen. Dort angekommen und vom selbigen abgelenkt trat er dann auf der Unterseite, etwas nach vorne versetzt, wieder aus.

Für mich bedeutet das vorerst; Finger weg von Ruten und Fischen!


Ich freu mich wenn die Zwangspause vorüber ist und es wieder heißt:


„Da geht er!“

Gruß


Jigga

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